Wasserratte

Ich glaube, jetzt darf ich mich dann wirklich als richtige Linzerin fühlen. Nachdem ich gestern Abend endlich auch mal im Nord-Linzer Haus“see“, dem Pleschingersee schwimmen war. Im Moment ist er noch ganz nett, aber wenn das Wetter so bleibt, wird die Wasserqualität wahrscheinlich schon in zwei Wochen bedenklich werden. Wirklich schade… Aber ich hab ja meine Saisonkarte der Linzer Bäder – zum Schwimmen und Abkühlen auch bestens geeignet. (So geschehen gestern Früh ;-) )

Heute Abend nutzen wir den See gleich nochmal und werden auch ein bisschen grillen. Sommer! :-D

Feucht-fröhliches Wochenende in Krumau

Jetzt wird sich so mancher wahrscheinlich denken „Ja, so sind sie, die Studenten, nur das Saufen im Sinn…“ – falsch gedacht! Zwar waren wir natürlich auf unserem Ausflug nicht abstinent (wer würde auch tschechisches Bier verschmähen), aber feucht war’s vor allem beim Paddeln!

Sara, Johannes, Martin und ich sind nämlich vor allem wegen der Erkundung der südböhmischen Landschaft zu Wasser nach Krumau gefahren. Ursprünglich wollten wir mit zwei Kanus auf der Moldau von Branna nach Krumau paddeln, weil wir aber wegen dem unsicheren Wetter nicht im Vorhinein fix buchen wollten, wurde kurzerhand auf ein Schlauchboot (Raft) für uns vier und die Strecke Krumau – Zlata Koruna umdisponiert. Häuptling Rotarm Im Endeffekt waren wir recht froh darüber – bei den 5 Wehren, wo wir nur nassgespritzt wurden, sahen wir doch ein paar Kanus kentern. Die 17 km lange Strecke war mit 5 Stunden veranschlagt, wir brauchten trotz einer ausgiebigen Rast gerade mal 3,5 Stunden. Für einen ordentlichen Sonnenbrand hat’s trotzdem gereicht… (Im Rucksack im Kofferraum am Parkplatz vom Bootsverleih hilft der Sunblocker leider nicht viel ;-) )

Abends haben wir natürlich auch die wunderschöne Burg und Altstadt von Krumau besichtigt (in einem Monat ist dort ein großes Mittelalter-Fest! :-D ) und böhmische Spezialitäten gekostet – Schweinebraten und Bier (ob hell oder dunkel) sind uneingeschränkt zu empfehlen! Auch ein vegetarisches Restaurant haben wir probiert – sehr lecker! Samstag Abend hatten wir erstmal genug von Bier und waren in der Cocktailbar Strojovna (zu Deutsch Maschinenraum), die zu einem Restaurant in einer alten Mühle unterhalb der Burg gehört. Vom Ambiente her und preislich sehr empfehlenswert (die Cocktails auf der Karte kosten 70-110 CZK, also 2,80-4,40 Euro).

Bloody Mary Sara will ein Makro-Objektiv Sex on the Beach

Genächtigt haben wir in der Pension Jana – nicht direkt im Zentrum, dafür sehr günstig und die nette Hausherrin macht super Frühstück (z.B. mit frischen Palatschinken)! Auf die Frage, ob sie vielleicht noch ein Zimmer für Martin und mich nächstes Monat zum Fest der fünfblättrigen Rose hat, konnte sie nur lachen – da muss man bis zu zwei Jahre im Voraus buchen! Wir werden wohl einfach einen Tagesausflug machen, sind ja in 1,5 Stunden dort.

Am Heimweg sind wir noch bei der Burg Rožmberk stehen geblieben – von außen recht hübsch, hinein darf man aber leider nur mit Führung. Darauf hätten wir eine gute halbe Stunde warten müssen und dann wäre sie auf Tschechisch gewesen…

Insgesamt war es ein tolles Wochenende – ich habe die Tschechen als sehr freundlich und (wider erwarten) auch im Straßenverkehr sehr gesittet erlebt (im Gegensatz zu den Mühlviertlern auf der Leonfeldner Bundesstraße). Besonders das Ambiente der Stadt Krumau, wie sie von der Moldau um- und durchflossen wird und die unberührte Natur entlang des Flusses sind auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Ach ja, mehr Fotos (von Johannes toller Kamera) gibt’s voraussichtlich in einer Woche!

„Geisterbahn“ mit Zusatznutzen

Morgen fahren wir mit Sara und Johannes übers Wochenende nach Krumaupaddeln, wenn das Wetter mitspielt. Und nachdem Martins Auto am Montag mit Ach und Krach noch ein neues Pickerl gekriegt hat (wir dachten, das Hauptproblem wäre ein Loch in der Stoßstange, aber es hat sich herausgestellt, dass der Unterboden rostet und lauter so Späße – nächstes Jahr kriegen wir wohl kein Pickerl mehr), wollten wir es auch noch sauber machen. Vor allem die Rückbank und den Kofferraum saugen, bevor wir da Gepäck und Fahrgäste rein verstauen. Also haben wir uns eine Fahrt durch die Waschstraße mit anschließendem Saugen geleistet. Sehr empfehlenswert sowas! Bei der Avia in der Freistädterstraße (das ist keine einfache Tankstelle mehr, sondern ein rundum Auto-Service-Center) ist das nämlich so eine richtige Waschstraße, wo das Auto automatisch durchgezogen wird – ist fast so spannend wie Geisterbahnfahren, nicht viel teurer und jetzt glänzt er wieder, der alte Ford! ;-)

WIST Sommerfest

Gestern fand das alljährliche WIST Sommerfest statt. Leider scheint es zur Tradition zu werden, dass das Wetter dabei nicht ganz mitspielt. Es war ziemlich kalt, zumindest hat es aber am Abend nicht mehr geregnet. Von Seiten der Pizza-Kuchen-Spritzer-Bar wurde sehr geistesgegenwärtig reagiert und spontan Glühwein gekocht – dieser hat, glaub ich, nicht nur mir einen sehr netten Abend beschert! :-)

Es gab auch wieder zwei live-Bands – Square Pants und die Wild Weasels. Erstere waren sehr jung und haben trotz (oder gerade wegen?) enormen Einsatzes nicht wirklich alle Töne getroffen… Dafür boten sie umso mehr Gesprächsstoff. :-P

Auch amüsant waren einige arme Gestalten, die um 2 Uhr früh jammernd vor der geschlossenen Bar standen und wohl mit der Erklärung „Wir sind grad erst gekommen, weil wir bei der Severina nicht reingekommen sind!“ Mitleid heischen wollten. Da waren sie aber bei uns an der falschen Adresse – wer es lieber zuerst bei der Konkurenzveranstaltung einer Burschenschaft probiert ist selber Schuld!

Ansonsten haben wir mehr nette Bekannte getroffen, als bei dieser Witterung erwartet. Wurde wirklich ein gelungener Abend!

Endlich Holzbrettchen!

Nach dem Markt in Traun und der Entdeckung einer Linzer Wikingergruppe (sie wissen noch nichts von uns ;-) ), hat mich das Handarbeitsfieber wieder gepackt und ich hab mir endlich bei Friedrich aus dem Flinkhand-Forum Webbrettchen aus Holz bestellt. In zwei Wochen krieg ich sie wahrscheinlich und dann kann ich wieder loslegen! :-D Vielleicht schaff ich es dann ja auch endlich mal, dass ich mit meinem Vater einen Webstuhl baue…

huscarl.at – Das unabhängige online-Magazin der österreichischen Mittelalterszene

Dieses hervorragende neue Portal war auch der Grund dafür, dass wir überhaupt vom Markt in Traun erfahren haben. Martin hat letzte Woche zufällig auf einem Auto einen Aufkleber mit der Adresse www.huscarl.at erspäht, was sich als großes Glück herausstellte! Mittlerweile habe ich dort nämlich neben dem ausführlichen Terminkalender eine Wikinger-Reenactment-Gruppe aus – man höre und staune - Linz entdeckt! Wir haben uns natürlich vorgenommen, auf einer der nächsten Veranstaltungen Kontakt zu knüpfen. Wer weiß, vielleicht wird endlich etwas mehr aus unserer Wikinger-Leidenschaft… :-)

Mittelalterlicher Markt im und um Schloss Traun

Vergangenen Samstag haben wir nach Ewigkeiten (zumindest kommt es uns so vor) endlich wieder einmal einen MA-Markt besucht. Bisher war ich noch nie in Traun, aber es stellte sich heraus, dass es dort ein Schloss mit teils erhaltenem Wassergraben und großem Park gibt. Ein sehr nettes Ambiente für so eine Veranstaltung. Einen ausführlichen Bericht vom Marktwochenende gibt es auf huscarl.at zu lesen.

In einiger Zeit gibt es vielleicht auch Fotos von meinem persönlichen Highlight des Tages – der abendlichen Darbietung der Musiker von Rhiannon und den Schandgesellen mit einer Feuershow von Torxes und dem bezaubernden Pompo. Erst in einiger Zeit, weil ich meinen Lomo Supersampler wieder aktiviert habe und man diese Bilder einfach erst mal ausarbeiten lassen muss… Schon sehr ungewohnt heutzutage ;-)

Was bisher geschah

Ende Juni 2007 haben wir Schweden schweren Herzens verlassen und uns auf die (wider erwarten extrem schwierige) Suche nach einer Wohnung in Linz gemacht. Im November 2007 haben wir unser neues Heim bezogen und seitdem brav studiert und gearbeitet – also weniger aufregende Dinge gemacht.

Mittlerweile läuft wieder alles in einigermaßen geregelten Bahnen. Es stehen ein paar Ausflüge und Reisen an und auch eine neue Saison von Mittelaltermärkte und dergleichen hat begonnen, was mich dazu veranlasst hat, ein neues Blog zu eröffnen. Mal sehen, wie oft ich schreiben werde – ich habe die besten Vorsätze! ;-)

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