Jetzt wird sich so mancher wahrscheinlich denken „Ja, so sind sie, die Studenten, nur das Saufen im Sinn…“ – falsch gedacht! Zwar waren wir natürlich auf unserem Ausflug nicht abstinent (wer würde auch tschechisches Bier verschmähen), aber feucht war’s vor allem beim Paddeln!
Sara, Johannes, Martin und ich sind nämlich vor allem wegen der Erkundung der südböhmischen Landschaft zu Wasser nach Krumau gefahren. Ursprünglich wollten wir mit zwei Kanus auf der Moldau von Branna nach Krumau paddeln, weil wir aber wegen dem unsicheren Wetter nicht im Vorhinein fix buchen wollten, wurde kurzerhand auf ein Schlauchboot (Raft) für uns vier und die Strecke Krumau – Zlata Koruna umdisponiert.
Im Endeffekt waren wir recht froh darüber – bei den 5 Wehren, wo wir nur nassgespritzt wurden, sahen wir doch ein paar Kanus kentern. Die 17 km lange Strecke war mit 5 Stunden veranschlagt, wir brauchten trotz einer ausgiebigen Rast gerade mal 3,5 Stunden. Für einen ordentlichen Sonnenbrand hat’s trotzdem gereicht… (Im Rucksack im Kofferraum am Parkplatz vom Bootsverleih hilft der Sunblocker leider nicht viel
)
Abends haben wir natürlich auch die wunderschöne Burg und Altstadt von Krumau besichtigt (in einem Monat ist dort ein großes Mittelalter-Fest!
) und böhmische Spezialitäten gekostet – Schweinebraten und Bier (ob hell oder dunkel) sind uneingeschränkt zu empfehlen! Auch ein vegetarisches Restaurant haben wir probiert – sehr lecker! Samstag Abend hatten wir erstmal genug von Bier und waren in der Cocktailbar Strojovna (zu Deutsch Maschinenraum), die zu einem Restaurant in einer alten Mühle unterhalb der Burg gehört. Vom Ambiente her und preislich sehr empfehlenswert (die Cocktails auf der Karte kosten 70-110 CZK, also 2,80-4,40 Euro).

Genächtigt haben wir in der Pension Jana – nicht direkt im Zentrum, dafür sehr günstig und die nette Hausherrin macht super Frühstück (z.B. mit frischen Palatschinken)! Auf die Frage, ob sie vielleicht noch ein Zimmer für Martin und mich nächstes Monat zum Fest der fünfblättrigen Rose hat, konnte sie nur lachen – da muss man bis zu zwei Jahre im Voraus buchen! Wir werden wohl einfach einen Tagesausflug machen, sind ja in 1,5 Stunden dort.
Am Heimweg sind wir noch bei der Burg Rožmberk stehen geblieben – von außen recht hübsch, hinein darf man aber leider nur mit Führung. Darauf hätten wir eine gute halbe Stunde warten müssen und dann wäre sie auf Tschechisch gewesen…
Insgesamt war es ein tolles Wochenende – ich habe die Tschechen als sehr freundlich und (wider erwarten) auch im Straßenverkehr sehr gesittet erlebt (im Gegensatz zu den Mühlviertlern auf der Leonfeldner Bundesstraße). Besonders das Ambiente der Stadt Krumau, wie sie von der Moldau um- und durchflossen wird und die unberührte Natur entlang des Flusses sind auf jeden Fall einen Ausflug wert!
Ach ja, mehr Fotos (von Johannes toller Kamera) gibt’s voraussichtlich in einer Woche!